• EJFF 2011

Staatsekretär Prof. Klaus Schäfer lobt „Beitrag zum kulturellen Austausch in der Euregio“

„Zeit“ hieß das Thema des 2. Euregionalen Jugendfilmfestivals, das am 2. Dezember 2011 mit der Preisverleihung im SPACE des Aachener Ludwigforums zu Ende ging. Kern des Festivals war wieder der Wettbewerb, zu dem 40 Filme in zwei Altersgruppen und drei Kategorien eingereicht wurden. Die Bürgerstiftung der Sparkasse für die Region Aachen stiftete die Preisgelder in Höhe von 3000 Euro.

Freude und Stolz waren groß, als die Preisträger Ihre Trophäen von den Laudatoren überreicht bekamen. Ganz wie bei einem der großen Filmfestivals waren die nominierten Filme auf der großen Leinwand des „Space“ im Aachener Ludwig-Forum kurz vorgestellt und dann die Umschläge mit den Namen der Gewinner geöffnet worden. Über 200 jugendliche Teilnehmer, deren Freunde und Familien, Filmschaffende aus der Region und Gäste aus dem öffentlichen Leben nahmen an der Veranstaltung teil.

Bereits Anfang November hatte die Jury ihre Wahl getroffen. Der gehörten diesmal Laura Dovern (Video-Designerin), Günter Jekubzik (Filmjournalist), Marnix Mulder (Huis vor de Kunsten/Lim-burg, Adviseur), Kasper Peters (Produzent und Filmjournalist) Dr. Herbert Ruhland (Dokumentarfilmer) und Jasmin Schwiers (Schauspielerin) an.

In der Kategorie „Fiction (Altersgruppe 14 bis 18 Jahre) wurde der actionreiche Thriller „Moments of Truth“ der Aachener Tim Stijbos und Antonio Nyland ausgezeichnet. In der Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen gewann der Film „tistgleichvdurchs“, in dem die Gruppe um Mats Süthoff – ebenfalls aus Aachen – diese mathematische Formel mit interessanten filmischen Mittel erklärt und meisterlich bearbeitete.

In der Kategorie „Non Fiction“ (14 bis 18 Jahre) wurde der niederländische Beitrag von Eline Kersten und Pjotr Hasschuit prämiert, der unter dem Titel„ What a little moonlight“ die Geschichte eines ersten Rendezvous ergreifend in limburgischem Platt erzählt.

Ungewöhnliche Beiträge prägten die Kategorie „Musikvideo“. Hier fiel die Wahl der Jury bei den 19- bis 24-Jährigen auf den Tanzfilm von Gia Bao Tu, Julien Budorovits und Michael Hildebrandt „Be individual“, der in professionellen Bildern Musik und Tanz zelebriert. Einen Preis gab es auch für die außergewöhnliche Trickfilm-Animation „Daydreaming“ aus den Musisch-kreativen Werkwochen der Bleiberger Fabrik in Aachen (Altersgruppe 14 bis 18 Jahre).

Einen Sonderpreis teilten sich zwei weitere Trickfilme: „Branch Line“ von Artur Gorissen aus den Niederlanden und „Was siehst du?“ des Aacheners Max Zachner.

Zur Teilnahme am Festival und dem damit verbundenen Wettbewerb waren junge Filmer im Alter von 14 bis 24 Jahren aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden eingeladen. Dem Festival vorausgegangen waren wieder Workshops mit Fachleuten aus der Filmbranche, bei denen sich die Teilnehmenden wichtige Anregungen für ihre Projekte holen und diese in ihre Arbeit einfließen lassen konnten. Neu waren diesmal die „Film-Talks mit Profis“, die sich an die Vorführung ausgesuchter Filme anschlossen und den Jugendlichen die Möglichkeit eröffnete, sich bei anwesenden Regisseuren, Produzenten oder Drehbuchautoren aus erster Hand über die Hintergründe und die Entstehung der gezeigten Werke zu informieren.

Das Festivalteam setzte sich aus Filmschaffenden und Institutionen zusammen, von denen einige auf eine lange Tradition in der Filmarbeit zurückblicken. Neben der Bleiberger Fabrik sind das Chudoscnik Sunergia und das Medienzentrum in Eupen, das Haus voor de Kunsten in Roer-mond, das Kulturzentrum KOMM in Düren und der belgisch-deutsche KuKuK e.V. – kulturelle Einrichtungen, die entweder als Projektpartner oder regionale Kontaktstellen beteiligt waren.

Prof. Klaus Schäfer, Staatssekretär des Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport in NRW, ging in seinem Grußwort besonders auf dieses grenzüberschreitende Zusammenwirken der das Festival tragenden kulturellen Institutionen ein: „Festivals wie diese sind ein guter Beitrag zur regionalen Vernetzung und zum kulturellen Austausch in der Euregio. Sie stärken die Kulturregionen aller drei Staaten.“

Alle Infos zum Wettbewerb und den Preisträgern des vom Ministerpräsidenten des Landes NRW unterstützten Festivals finden sich im Internet unter www.ejff.eu