140 Tonnen Spielsand und eine Werkstatt verwandeln den Katschhof in einen Ort der Begegnung.

160 Meter Fichtenbalken, 200 Schlossschrauben, 140 Tonnen feinster Spielsand: Daraus entstand in diesem Sommer der „Archimedische Sandkasten“, ein Projekt im Rahmen der Initiative „Future Lab Aachen 2016“, bei dem die Stadt Aachen und die vier Aachener Hochschulen kooperieren.

Er war Schauplatz für die „Archimedische Werkstatt“, bei der 27 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren unter Anleitung des Künstlers Berthold Westhoff und betreut von der Bleiberger Fabrik, eine monumentale, sinnfreie Maschine gebaut haben, an der sich alles drehte, bewegte und rotierte. Gebaut wurde aus Recycling-Materialien wie alten Staubsaugern oder Schaufensterpuppen. Daneben bot der Sandkasten Platz für alle Kinder und Familien, um sich an prominenter Stelle zwischen Dom und Rathaus auszutoben und den „Öcher Strand“ zu genießen. Damit wurde das Projekt zum Event für die ganze Familie.

Der Sandkasten war ein voller Erfolg: Hunderte Kinder buddelten, schippten und baggerten, was das Zeug hielt, während sich ihre Eltern in den Liegestühlen am Rand der Sandkiste ausruhten. „Es ist eine ungewöhnliche Umgebung für einen besonderen Sandkasten. Die Wirkung, die wir uns erhofft haben, ist eingetreten“, so Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp zufrieden.

Die STAWAG als einer der Hauptsponsoren von „Future Lab“, hatte extra für den Sandkasten Bagger, Laster und Schäufelchen gesponsert, damit die ganz Kleinen neben der „Archimedischen Werkstatt“ auch genug Spielzeug hatten.

„Archimedische Werkstatt“ als gut sichtbares Projekt von „Future Lab 2016“

Und auch die Werkstatt, eine Ferienspielaktion des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule der Stadt, wurde begeistert angenommen: Das merkte man den Kindern an, als sie bohrten, sägten, schraubten, bastelten und hämmerten. Entstanden sind Räder, die große Scheiben mit Schaufensterpuppen antrieben, gruselige Köpfe auf Sägeblättern, die rotierten, Bälle, die durch Rohre rollten, vieles davon elektrisch angetrieben und alles künstlerisch von den Jungen und Mädchen gestaltet.

Sibylle Keupen: „Wir hatten ein wunderbares Team und eine tolle Gruppe. Die Kinder hatten viel Respekt vor der Technik, aber mindestens genauso viel Begeisterung.“ Oberbürgermeister Philipp: „Wir wollen mit ‚Future Lab‘ das Bewusstsein für die Stärke unserer Stadt schärfen.“ Dies schaffe eben auch so eine Aktion wie die „Archimedische Werkstatt“, wo sich Kinder intensiv damit beschäftigen, was eine Maschine überhaupt ist und was sie antreibt.

Dr. Jutta Göricke vom Fachbereich Presse und Marketing der Stadt Aachen und Projektleiterin, sieht die Erwartungen aus dem Vorfeld übertroffen. Ganz besonders danke sie den Bürgerinnen und Bürgern, die sicher zu Tausenden die Spielfläche besucht haben: „Hier war stets eine tolle, friedliche Stimmung.“ Hervorragend gelaufen ist das Projekt auch für Heinrich Brötz, Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Schule: Neben der tollen Verbindung Kunst und Technik in der Werkstatt, hat er den Sandkasten während der Zeit als „wunderbaren Ort der Begegnung und Kommunikation“ wahrgenommen: „Ich glaube, hier sind Menschen ins Gespräch gekommen, die sich so sicher nie begegnet wären.“

Aachener Stadtbetrieb plant und baut die größte Sandkiste Aachens

Konzipiert und umgesetzt wurde der Sandkasten von den Experten des Aachener Stadtbetriebs, Geschäftsbereich Grünflächenpflege. Er war – für zweieinhalb Wochen – die größte Sandkiste Aachens. „Das war eine große planerische Herausforderung“, sagt die Geschäftsbereichsleiterin Ilse Stollenwerk. Transportwege mussten ebenso bedacht werden wie der Schutz des historischen Altstadtpflasters. Der Sand wird  übrigens in anderen Sandkisten Aachens weiter verwendet, die Holzkonstruktion eingelagert. Die Materialien der Maschine werden sortenrein getrennt und dann entsorgt.

Der Archimedische Sandkasten und die Werkstatt wären ohne die tatkräftige Unterstützung unserer Sporsoren nicht möglich gewesen.

Vielen Dank an:

Elisa Bresser und Björn Gürtler
Presse und Marketing der Stadt Aachen

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