• Heiligtümer des Alltatgs
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Wir entsenden unsere Heiligtümer nach Aachen

Für die vielen tausend Pilger, die zur Heiligtumsfahrt nach Aachen kamen, standen die Reliquien im Vordergrund. Die sind Sinnbilder ihres Glaubens, heilige Stoffe. Die vier Heiligtümer werden nur alle sieben Jahre dem Marienschrein entnommen, aber nur eines wird enthüllt präsentiert: das Marienkleid. Die anderen bleiben gefaltet – und somit ein kleines Mysterium. Was den Menschen heute wichtig und heilig ist, will die Kunstaktion „Heiligtümer des Alltags“ herausfinden. In Kooperation mit der Bleiberger Fabrik richtet sie sich an Gemeinschaften der Gemeinden, Schulen, Kindertagesstätten, Verbände, Bürogemeinschaften, Teams, Stammtische und, und, und. „Für uns ist das Ganze ein kleines Abenteuer. Wir sind gespannt, was dabei rauskommt“, sagen die beiden Initiatorinnen Sibylle Keupen, Leiterin der Bleiberger Fabrik, und Künstlerin A. M. Can. Ganz wichtig: Die Gruppen müssen sich darauf einlassen. Wie die Heiligtümer Heiligtümer des Alltags Kunstaktion zur Heilgtumsfahrt verhüllt werden oder ob nur die Hülle erstellt wird, das bleibt ganz und gar den Teilnehmern überlassen. Begleitet und unterstützt werden sie dabei neben A. M. Can von Vera Sous, Antonio Nuñez, Dominique Muszynski, Aylin Can und Sebastian Schmidt. Sie alle arbeiten in unterschiedlich künstlerischen Bereichen von textilen Arbeiten, Skulpturen, Bildern bis hin zu Multimedia-Installationen. Und so dürften auch die Arbeiten der Gruppen alle unterschiedlich werden.

„Im Grunde nutzen wir mit unserer Kunstaktion dieselbe Dynamik, die es bereits im Mittelalter gab: Die Menschen suchen sich etwas aus, das ihnen wichtig ist. Um es zu schützen, schaffen sie eine Hülle wie etwa den Marienschrein. Diese Hülle drückt aus, das sich im Inneren etwas sehr Wertvolles befindet, was aber selbst verborgen bleibt“, so Dr. Manfred Körber, Leiter der Abteilung Grundfragen und -aufgaben der Pastoral im Bischöflichen Generalvikariat.

20 Gruppen aus dem gesamten Bistum Aachen nehmen am Projekt teil. Pro Gruppe werden bis zu zehn Personen entsendet, die dann ein gemeinsames
Kunstwerk schaffen. Die Gruppen arbeiten jeweils einen Tag lang an ihrem Heiligtum. Die Werkphase fand von Juni bis November 2014 statt. In einer Ausstellung werden alle gestalteten Heiligtümer vom 06.-20.12.14 in der Citykirche Aachen zu sehen sein. Weitere Ausstellungsorte sind in Planung.

Autorin: Anja Klingbeil
Fotos: Dominique Muszynski, www.dmuszynski.de

Mehr Informationen zum Projekt auf:

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