• Werkwochen im Westpark
  • Tonarbeiten unter freiem Himmel
  • Malen an der Staffelei

50 Jahre und kein bisschen leise – Rückblick auf ein Jahr Werkwochen nach dem Geburtstag

Prägnanter als mit diesem Titel könnte man die Werkwochen im vergangenen Jahr nicht beschreiben, denn nach dem großen Jubiläum im August 2015 im Westpark ist es nicht ruhiger um das traditionelle kreative Ferienangebot geworden. Ferien kreativ gestalten, dieser Claim stand überall dort auf unserer Fahne, wo die musisch- kreativen Werkwochen mit ihren Werkstätten zugegen waren.

So unterstützte das Team der Ehrenamtlichen tatkräftig die Aktion Deine Botschaft an die Welt des Künstlers Sebastian Schmidt, der mit seinem Kunstwerkstattmobil durch die StädteRegion tourte und Jugendlichen eine Bühne für ihre Botschaften und somit für ihre Gedanken, Gefühle, Ängste und Ideen bot. Auch bei Events wie dem Lothringair oder dem 50. Geburtstag der Grenzlandjugend Roetgen waren wir vertreten und konnten mit Kindern und Jugendlichen unter freiem Himmel kreativ sein. Auch beim 2. KulturFestWest im September 2016 waren wir mit einer Auswahl unserer Werkangebote vertreten und durften mehr Farbe in den Westpark bringen, der in den Werkwochen ein wichtiger Rückzugsraum in den Mittagspausen für uns ist.

Viel Zeit im Freien verbrachten die musisch-kreativen Werkwochen auch in diesem Sommer, als sie zu Gast in der Jugendstätte St. Nikolaus in Nideggen-Schmidt waren. Hier schlugen wir in guter alter Tradition unser Werkzelt auf und verbrachten vier tolle Wochen an einem neuen Ort, den wir bereits in den Winterferien 2015/ 2016 kennen lernen durften. Hier boten wir in der dritten Ferienwoche, also der ersten Woche der Sommerwerkwochen, zum ersten Mal eine Werkwoche für alle von 0- 99 Jahren an, die regen Zuspruch fand. Aufgrund der guten Resonanz wird diese „Werkwoche für alle“ im Jahr 2017 wieder angeboten, und zwar in der Woche vom 31.07. bis 04.08.2017 in der BDKJ Jugendbildungsstätte Rolleferberg Aachen.

Die musisch- kreativen Werkwochen im vergangenen Jahr waren laut, ja. Sogar der WDR besuchte uns zwei Mal und berichtete ausführlich über unsere Angebote. Aber es wurde nicht nur laut gelacht, sondern auch laut geweint, denn erstmals in der Geschichte der Werkwochen musste eine ebensolche aufgrund zu geringer Teilnehmerzahlen ausfallen. So konnten wir die Werkwochen leider nur in neun von zwölf Ferienwochen anbieten.

Nichts desto trotz erkennen auch wir die Zeichen der Zeit und bieten seit den Osterferien 2016 eine Morgenbetreuung für die Kinder von berufstätigen Eltern an. So können die Kinder und Jugendlichen, die ohne Übernachtung an den Werkwochen teilnehmen, bereits ab 8.00 Uhr zu uns gebracht werden und etwas früher kreativ in den Tag starten.

Außerhalb der musisch-kreativen Werkwochen bieten wir jeden Freitag von 14.00 bis 18.00 Uhr das Haus der Kulturen in der Bleiberger Fabrik an. Hier verbringen wir einige Stunden mit Teilnehmenden und Teamern aus den Werkwochen, Künstlern und Menschen aus Viertel mit und ohne Fluchthintergrund im kreativen Schaffen, bei leckerem Essen und Musik.

Erstmals seit zwölf Jahren haben wir bei der Diözesankonferenz der J- GCL eine neue Kirchliche Assistentin gewählt. Sie wird uns in vielen inhaltlichen Fragen unterstützen. Wir begrüßen Adelheid Schönhofer-Iyassu an Bord unseres Werkwochen-Schiffes. Leinen los, unter lautem Schiffshorn aus dem Hafen auslaufen und auf ins nächste Jahr!

Axel Jansen, Leiter der Jugendkunstschule