Kinder entdecken Künstler und Künste im Atelier

In diesem Projekt wollen wir „KUNST konkret im DIALOG“ mit professionellen KünstlerInnen an ihren Arbeitsstätten vermitteln. Dazu werden 375 Kinder und Jugendliche aus den Schulen in der StädteRegion Aachen, die ein kulturelles Schulprofil entwickeln, KünstlerInnen aus der Region in ihren Atelierräumen besuchen und anschließend praktisch mit Ihnen zusammenarbeiten. Das Ziel ist es zum Ende des Projektzeitraumes eine gemeinsame Ausstellung mit den beteiligten Künstlern zu präsentieren, bei der die Werke der Künstler den Arbeiten der Kinder gegenübergestellt werden und wiederum in einen DIALOG treten, der ein öffentlich relevantes Forum an einem anerkannten Kunstort findet.

In den konkreten Begegnungen zwischen den Künstlern und den Kindern sollen verborgene Talente entdeckt werden, die anschließend von den KünstlerInnen individuell begleitet werden, um so einen wesentlichen Beitrag zur Persönlichkeitsstärkung der Schülerinnen und Schüler zu leisten.

In dem Projekt bieten wir Kindern und Jugendlichen in der Begegnung mit den Künstlern einen nachhaltigen Zugang zu Kunst und kultureller Aktion. Die direkte Begegnung zwischen Kindern und Jugendlichen und dem Künstler in seinem Raum schafft neue Lernkontexte, die das konkrete Begreifen und erspüren des „Künstlerischen“ fördert. Es wird ein direkter Zugang zu Ästhetik zeitgenössischer Kunst eröffnet, im Dialog vertieft und schließlich in der praktischen Arbeit selbst konkretisiert.

Die Kinder und Jugendlichen sollen KUNST konkret erfahren und im DIALOG mit der Person des Künstlers einen neuen unmittelbaren Zugang zur zeitgenössischen Kunst finden. Auf dem Hintergrund langjähriger Praxis in der kulturellen Bildung haben wir die Erfahrung gemacht, dass konkrete Erfahrungen an außerschulischen Lernorten, die ästhetische Reize, haptische Herausforderungen und inhaltliche Spannungen enthalten, die Kinder und Jugendlichen nachhaltig prägen. In der praktischen Arbeit mit den KünstlerInnen soll dieser Anstoß in einem praktischen DIALOG konkret vertieft werden. Dabei können die Kinder und Jugendlichen eine eigenständige künstlerische Ausdrucksweise entwickeln, die sie in einer öffentlichen Präsentation an der Seite der professionellen Künstler selbstbewusst präsentieren werden.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Kultur macht stark“ Bündnisse für Bildung, unter dem Teilprojekt „Künste öffnen Welten“ gefördert, um mehr Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit mittels Kultureller Bildung zu ermöglichen. Kultur- und Bildungsorte sind nicht austauschbar, ebenso wenig ihre Akteure. Mit den Besuchen bei den unterschiedlichen Künstlern, die einen gesellschaftlichen Querschnitt repräsentieren können wir die spezifischen Potenziale bestimmter Zielgruppen ansprechen und diese zur Teilnahme motivieren.

Autor: Sibylle Keupen, Leiterin der Einrichtung
Fotos: Sebastian Schmidt

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