Die Jugendkunstschule gestaltet den Eingangsbereich der Luise Hensel Realschule in Aachen

Die langjährige  Kooperation mit der Luise Hensel Realschule wurde im letzten Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kunstwerkstattmobil und Sebastian Schmidt künstlerisch dokumentiert und hat gestalterische Spuren an der Schule hinterlassen.

Im Dezember 2013 hatte dieses Projekt seinen Vorläufer bei der Gestaltung eines großen Paravents, der den Essensbereich der Ganztagsschüler in der Aula abgrenzt und diesem einen farblich ansprechend gestalteten Rahmen schafft. Die Projektgruppe entwickelte die Idee mit Silhouetten der Weltmetropolen, die die Vielfalt der kulturellen Herkunft der SchülerInnen an der Schule eindrucksvoll widerspiegelt. Auf der Rückseite wurde ein Gesamtbild geschaffen, das einen einladenden Rahmen für die Tischgruppen in der Aula schafft.

Vor den Sommerferien nahmen sich die Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit Sebastian Schmidt die riesige Wand am Haupteingang der Schule vor, die mit Lasurtechnik, Acrylmalerei und  Graffiti farblich gestaltet wurde. An den Türen innen und außen wurden Mosaike gestaltet und der Flur farblich neu definiert. Dank der Unterstützung von Baumaschinen Deubner aus Aachen konnten die SchülerInnen professionell auf einem hydraulischen Podest arbeiten.

Bei dem gesamten Gestaltungsprozess waren die SchülerInnen der Schule aktiv beteiligt. Bei den Vortreffen wurden erste Ideen und Konzepte entwickelt. Die SchülerInnen sollen sich ganz frei dem Thema annähern dürfen: „Wie möchte ich morgens von meiner Schule begrüßt werden?“, „Mit welchen Gedanken und Gefühlen verbinde ich meine Schule bzw. mit welchen Gedanken und Gefühlen möchte ich meine Schule verbinden?“, „Was wünsche ich mir also von meiner Schule?“.

Die Entwürfe wurden aufgehängt, begutachtet und geprüft. Gibt es Querverbindungen und Gemeinsamkeiten? Worin liegen Kontrapunkte und spannende Kontraste? Am Ende dieser gedanklichen Betrachtungen ist eine gemeinsame Geschichte entwickelt worden, in der jede Idee ihren Platz findet.

Es wurde etwas großes Ganzes geschaffen, in dem jeder seinen individuellen Platz finden kann

Entstanden ist eine völlig neue Eingangssituation, die die SchülerInnen nun farbenfroh einlädt das Schulgebäude zu betreten und von ihrem Leben erzählt. Die Jugendkunstschule in der Bleiberger Fabrik arbeitet seit 7 Jahren intensiv im Rahmen der Gestaltung des offenen Ganztagsangebotes mit der Luise Hensel Realschule zusammen und setzt mit diesem Projekt einen weiteren gestalterischen Akzent in der Zusammenarbeit, die deutlich sichtbar für jeden Besucher der Schule ist.

Autor: Sibylle Keupen, Leiterin der Einrichtung
Fotos: Sebastian Schmidt, www.kunstwerkstattmobil.de

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