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Ein inklusives Stadtteilprojekt

Rund um den Aachener Westpark möchte der Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte zusammen mit seinen Kooperationspartnern, der Bleiberger Fabrik und dem Aachen Fenster – Raum für Bauen und Kultur e.V., vielen anderen Netzwerkpartnern und den Bürgern ein Stadtviertel gestalten, in dem sich alle Menschen mit und ohne Behinderung wohl fühlen und gleichberechtigt und selbstverständlich am Leben teilnehmen.

Das Ziel dieses Projektes ist es, vorhandene Angebote im Bereich Freizeit und Bildung zu öffnen. Hierzu werden in diesem Jahr erstmalig Angebote der Bleiberger Fabrik für Menschen mit Behinderungen geöffnet. Am Dienstagabend wird eine offene Malwerkstatt angeboten in der sich Menschen aus dem Viertel begegnen können. Die Einrichtung einer barrierearmen Toilette im Erdgeschoss ist dafür eine wichtige Grundlage, hier finden aber auch junge Familien mit Kleinkindern einen ansprechenden Rahmen. Zusätzlich bieten wir in den Räumen der Alten Brennerei, Vaalserstraße 40 einen Pantomime-Kurs, einen Hiphop-Kurs und ein Entspannungsangebot.

Alle Bürger und Akteure rund um den Westpark sollen gemeinsam aktiv werden, um ein Gemeinschaftsgefühl und Identität für das Viertel zu gewinnen. Dazu sollen Treffpunkte und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen werden. Ein erster Schritt war ein offenes Kreativangebot mit Kaffee und  Kuchen im Westpark, weitere Aktivitäten sollen folgen. Damit soll Menschen mit Behinderung ein aktives Leben in ihrem direkten Wohnumfeld ermöglicht werden, in dem sie mit ihren Nachbarn ohne zwischenmenschliche Barrieren zusammen leben können.

Der VKM sieht seine Aufgabe als Brückenbauer vor allem zwischen den Menschen mit Behinderung und den Bürgern und Akteuren im Viertel. Er will dazu beitragen sowohl räumliche, sprachliche und mediale Barrieren abzubauen, als auch vor allem die Barrieren im Denken der Menschen bewusst zu machen. Er versteht sich als Koordinator des Projektes, will Impulse setzen und Anstöße geben. Ansonsten soll es freie Entwicklungs- und Experimentierräume für alle geben, damit den Menschen mit Behinderung, den Bürgern und den Akteuren eine echte Beteiligung ermöglicht wird und das Projekt von unten heraus wachsen kann.

Menschen mit Behinderung sollen aktiv an der Planung und Durchführung des Projektes beteiligt werden. Dazu haben sie die Möglichkeit sich nach ihren Interessen und Fähigkeiten unterschiedlich einzubringen. Z.B. In Arbeitsgruppen, Netzwerktreffen, Schulungen, Workshops, Foren, Einzelaktionen oder Begehungen des Viertels.

Zur Umsetzung der Aktivitäten des Projektes ist geplant, die Ideen und Bedürfnisse der Menschen im Forum zu sammeln und anschließend deren Umsetzung im Netzwerktreffen zu planen und durchzuführen. Es werden immer weitere aktive Mitstreiter für das Projekt gesucht. Melden sie sich im Büro von WIR ALLE  in der alten Brennerei, Vaalserstraße 40 oder in der Bleiberger Fabrik.

Autoren: Rebecca Dufke & Sibylle Keupen
Fotos: Stefan Keller, www.stefankeller-fotografie.de

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