Ergebnisse der Mitmach-Aktion „Ich erinnere mich“

Posted on Apr 5, 2020

Anfang dieser Woche hatten wir in unserer neuen Mitmach-Aktion dazu aufgerufen, den Satz „Ich erinnere mich“ zu vervollständigen und an uns zu senden.

Einige Erinnerungen haben uns erreicht. Unter anderem haben auch Kinder der Klasse 6b des St. Ursula-Gymnasiums mitgemacht. Hier haben wir alle Erinnerungen für euch zusammen gefasst:

Ich erinnere mich an ein bestimmtes Jahr, in dem ich am Valentinstag zwei rote Rosen in eine Flasche steckte eine von beiden noch grüne Blätter austrieb bis zum 1. April.

Ich erinnere mich an wunderschöne Osterfeste auf der ostfriesischen Insel Langeoog. An die Taufe meiner Tochter Katharina am Ostermontag 1990, an Eierwerfen in den Dünen, an meinem 40sten Geburtstag auf der Insel, ebenfalls zu Ostern und an das große Osterfeuer mit stimmungsvoller Vorfreude auf das Fest, wobei ein, zwei  Jever im Stehen und eine angekogelte Bratwurst, sicher gut dazu beigetragen haben.

Ich erinnere mich an die tolle Zeit, die ich früher bei meinen Großeltern verbracht habe.

Ich erinnere mich an eine große, etwas geneigte Weide auf unserem Grundstück. Für meinen Bruder Benjamin und ich wurde sie zum Schiff. Wir spielten stundenlang in deren Äste und erlebten die wildesten Abenteuer.

Ich erinnere mich an den Geschmack von ‚Frankfurter Kranz‘ und ‚Russischer Eier mit Lachsersatz‘ am Namenstag meiner Mutter.

Ich erinnere mich an das kreisrunde Granatsplitterloch in der Schädeldecke meines Patenonkels, in das ich nicht hineingucken durfte.

Ich erinnere mich an den Lichtstreifen, der über die Decke meines Schlafzimmers glitt und das leiser werdende Motorengeräusch, wenn mein Vater spät am Abend in unsere Garageneinfahrt einbog.

Ich erinnere mich an die beiden Wiesen gegenüber, links  hellviolettes Wiesenschaumkraut, rechts der knallgelbe Löwenzahn, als hätte der Zaun dazwischen dies festgelegt.

Ich erinnere mich an die Schwarzweißfotos von meinem Vater in Uniform in einem alten braunen Koffer auf dem Dachboden, der plötzlich verschwand.

Ich erinnere mich an die Spaziergänge mit meinem Großvater, bei denen er, harmlos neben mir herschlendernd, plötzlich von hinten mit seinem Spazierstock auf meinen Po klopfte und anschließend den Unschuldigen mimte.

Ich erinnere mich an den Geruch vom frisch geschnittenen Gras, das wir auf der Apfelwiese hinter unserem Garten immer mit der Sense mähten.

Ich erinnere mich an den Tannennadelduft an Heiligabend, wenn das Christkind vor der Bescherung  kurz ein brennendes Streichholz an einen Zweig des Weihnachtsbaums gehalten hatte.

Ich erinnere mich daran, wie wir im Sandkasten große Berge aufhäuften, sie dann aushöhlten und von unten mit kleinen Zweigen ein Feuerchen entfachten, um die Illusion eines Vulkans entstehen zu lassen.

Ich erinnere mich, wie ich als kleiner Junge einmal in ein Loch in der Erde pinkelte und sofort von einem Schwarm wütender Erdbienen verfolgt wurde, deren Stacheln ich  später aus meiner ledernen Kniebundhose klaubte.

Ich erinnere mich, wie ich mit meinem Bruder bei Nacht und Nebel mit weißer Farbe aus dem Hinweisschild zur Gaststätte „Schramperei“ eine „Schlamperei“ machten.

Ich erinnere mich an das kühle Bad im kleinen Waldsee nach durchgefeierter Nacht und mit jugendlichem Übermut.

Ich erinnere mich an eine warme Sommernacht an der Nordsee, in der das Meeresleuchten jeden, der beim Baden auftauchte, in einen silberglänzenden Wellenreiter verwandelte.

Ich erinnere mich, wie ich als Kind nachts, wenn alle schliefen, am Dachfenster die vorbeiziehenden Wolken beobachtete und mir wünschte, ich könnte auf ihnen fliegen. Das tue ich bis heute noch manchmal.

Ich erinnere mich daran, dass ich das erste Mal am Meer war und mir den wunderschönen Sonnenuntergang ansah.

Ich erinnere mich als ich mit meiner Klasse klettern war und es war lustig!

Ich erinnere mich als ich mit meiner Tante beim Weihnachtsbasteln mit Susanne in der Bleiberger war und es war 👍 super!!!

Ich erinnere mich an Vanilleeis mit Erdbeeren und ganz viel Sahne!!!

Ich erinnere mich an die Schaukel im Garten, die immer nur darauf zu warten schien, in Schwung gebracht zu werden. Hingen die Seile senkrecht nach unten, wirkte sie fast einwenig traurig. Wir tummelten uns nur zu gern auf ihr und saßen wir nicht selbst auf dem schmalen Holzbrett, so tobten wir um die Schaukel herum, feuerten uns an, noch höher hinauf, bis die Blätter des Baumes den Rücken streiften. Ein Emporsteigen in den Himmel, so kam es uns vor. Wir juchzten übermütig und fühlten uns frei, wenn wir mit den kleinen Schwalben um die Wette flogen.

Ich erinnere mich, als wir unsere beiden Katzen Mimi und Carlos als Babys bekommen haben.

Meine Erinnerung ist die, als meine Zwillingsbrüder geboren wurden. Das war ein schönes Gefühl.

Ich erinnere mich daran, als Corona noch in China war und noch so weit weg – jetzt haben wir es hier.

Ich erinnere mich an den langweiligen, braunen Kuchen am ersten Tag im Gymnasium, den erst keiner essen wollte und der dann als einziger komplett weg war, weil ihn doch jemand anschnitt und dann alle sahen, das er voller Smarties und Regenbogenteig war.

Ich erinnere mich, wie ich kurz vor der Kontaktsperre mit meinen Pfadfinderfreunden zusammen war und viel Spaß hatte.

Ich erinnere mich, wie mich meine Klasse ganz am Anfang mit gebastelten Geburstagsglückwünschen und Kuchen überrascht hat.

Wir erinnern uns an das Eichhörnchen, dass man aus dem Physikraum auf dem Schulhof beobachten kann.

Wir erinnern uns an viele Spiele mit unserem Klassenball, der leider immer wieder verloren geht.

Ich erinnere mich an meinen siebten Geburtstag. Da war ich mit meiner Familie auf einem Bauernhof. Auf diesem Bauernhof waren kleine Babykatzen, ich bin den ganzen Tag auf den Heuballen gesprungen und habe eine Reitstunde bekommen.

Ich erinnere mich an meinen Urlaub in Schweden. Wir haben das Dorf besucht, in dem Astrid Lindgren groß geworden ist. Ich habe mich gefühlt wie in einem Bilderbuch. Diese Landschaft, die Luft und die unglaublich netten Menschen. Und ich erinnere mich an meinen Urlaub in Frankreich, da waren wir in einem sehr kleinen Dorf. Man ist durch ein Stadttor gegangen und alles sah sehr mittelalterlich aus. Wir haben eine Künstlerin in ihrem Atelier angetroffen und uns sehr lange mit ihr unterhalten.

Ich erinnere mich an den Urlaub in Frankreich, als wir wildswimming gemacht haben. Da bin ich von vielen Klippen gesprungen, das hat mir viel Spaß gemacht. Zudem bin ich von einer Klippe gesprungen, die drei Meter hoch war.